Schwindel in den Wechseljahren oder wer mit den Hormonen tanzt

Nov. 16, 2025

Die Wechseljahresbühne ist voller Überraschungen, das Drehbuch schreiben die Hormone und plötzlich finden wir uns in einem nicht einstudierten Tanz wieder, mit unerwarteten Drehungen. Daraus resultiert: Schwindel!
Schnelles Aufstehen und du siehst Sternchen? Dann lass uns gemeinsam herausfinden, ob wir aus diesem Tanz eine harmonischere Choreografie machen können.

Ursachen für Schwindel

In erster Linie hormonelle Schwankungen – das hättest du jetzt gar nicht gedacht, oder? 😆
Wie wir ja schon wissen, sinkt während der Wechseljahre die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron. Diese Hormone beeinflussen nicht nur die Fortpflanzungsorgane, sondern haben auch Einfluss auf andere Körpersysteme. Wir haben Östrogenrezeptoren im ganzen Körper, daher sind auch so viele Funktionen im Körper von den Hormonschwankungen betroffen.

Gehirn und Herz-Kreislauf-System

Östrogen spielt eine Rolle bei Durchblutung des Gehirns. Ein Abfall des Östrogenspiegels kann daher zu einer Beeinträchtigung dieser Funktion führen, was wiederum Schwindel auslösen kann.

Blutdruckschwankungen

Hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre können auch zu Schwankungen des Blutdrucks führen. Ein plötzlicher Anstieg oder Abfall des Blutdrucks kann kurzfristig Schwindelgefühle verursachen.

Schlafstörungen

Viele Frauen erleben in dieser Zeit Schlafprobleme, wie Schlaflosigkeit oder unterbrochener Schlaf. Mangelnder Schlaf kann zur Erschöpfung führen, die wiederum Schwindel verursachen kann.

Stress und Angstzustände

Die Wechseljahre können eine stressige Zeit sein, geprägt von körperlichen und emotionalen Veränderungen. Stress und Angst können das Gleichgewichtssystem des Körpers beeinträchtigen und Schwindelgefühle hervorrufen.

Andere Wechseljahresbeschwerden

Weitere Symptome der Wechseljahre, wie Hitzewallungen und Nachtschweiß, können indirekt zu Schwindel beitragen, indem sie den Schlaf stören oder den Körper dehydrieren.

 

„Wir haben Östrogenrezeptoren im ganzen Körper, daher sind auch so viele Funktionen im Körper von den Hormonschwankungen betroffen.“

Die Melodie der Hormone

Hormone sind die Musiker in diesem Orchester, spielen aber manchmal ein Solo, etwas rücksichtslos zugegeben. Besonders Östrogen und Progesteron neigen dazu, ihre eigenen Wege zu gehen, was zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen kann. Dieses Solo kann deinem Körper das Gefühl geben, als wäre er auf einer Tanzfläche, die sich bewegt – was für eine Herausforderung für das Gleichgewicht!

 

Selbstfürsorge = Choreografie

Nähre deinen Körper

Eine harmonische, ausgewogene und reichhaltige Ernährung spielt eine zentrale Rolle. Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und Vitamin D sind, unterstützen ein hormonelles Gleichgewicht.

So kommst du an die wichtigen Nährstoffe:

Omega-3-Fettsäuren

  • Fetter Fisch: Lachs, Makrele, Sardinen und Hering sind ausgezeichnete Quellen für Omega-3
  • Chiasamen (enthalten sie auch eine gute Menge an Magnesium)
  • Walnüsse
  • Leinsamen

Magnesium

  • Kürbiskerne – Eine der besten Quellen für Magnesium!
  • Spinat: Dunkelgrünes Blattgemüse ist allgemein eine gute Magnesiumquelle
  • Avocado: Enthält neben Magnesium auch gesunde Fette.
  • Vollkornprodukte

Vitamin D

  • Fetter Fisch: Lachs und Makrele sind nicht nur für Omega-3, sondern auch für Vitamin D hervorragend
  • Eier: Speziell das Eigelb enthält Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren
  • Pilze: Bestimmte Arten von Pilzen können Vitamin D enthalten, insbesondere wenn sie unter UV-Licht gewachsen sind
  • Mit Vitamin-D angereicherte Lebensmittel: Milch, Pflanzenmilch und teilweise Getreideprodukte

Nahrungsergänzungsmittel

Fehlende Vitamine und Spurenelemente supplementieren, am besten nach einer Labordiagnostik.

„Du spielst die Hauptrolle in diesem Wechseljahre-Tanz. Mit Selbstliebe und Achtsamkeit kannst du lernen, mit den Hormonen zu tanzen, statt gegen sie anzukämpfen.“

Bewegung = Ausdruck

Ob Yoga, Tai-Chi, ums Feuer tanzen oder ein Spaziergang im Mondlicht – finde die Bewegungsform, die dir Freude bereitet. Außerdem sollte Krafttraining Einzug in dein Leben finden.

 

Entspannung als wichtige Zugabe

In der Ruhe liegt die Kraft! Entspannungstechniken sind wie das sanfte Ausklingen eines Liedes, das Raum für Atmung und Stille schafft. Meditation, tiefe Atemübungen oder ein Bad bei Kerzenschein sind deine persönlichen Zugaben, unglaublich wohltuend und entschleunigend.

 

Expertinnen hinzuziehen

Manchmal brauchen wir eine Choreografie-Beratung. Zögere nicht, eine Ärzt:in aufzusuchen, wenn der Schwindel dich zu stark im Griff hat. Immer sollen auch andere Ursachen ausgeschlossen werden!

 

Fazit: Der Tanz in ein neues Leben

Du spielst die Hauptrolle in diesem Wechseljahre-Tanz. Mit Selbstliebe und Achtsamkeit kannst du lernen, mit den Hormonen zu tanzen, statt gegen sie anzukämpfen. Es ist eine Zeit, in der du die Choreografie deines Lebens neu entwerfen kannst, wo du dich und dein Wohlbefinden in den Vordergrund stellst. Betrachte jeden Tag als eine Möglichkeit, zu tanzen, zu lieben und dich selbst zu feiern – denn dieses Stück ist einzig und allein für dich geschrieben. Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

 

Wer kann uns Frauen in der Menopause unterstützen und aufklären? Dr. Google? Nein, Nadja! Sie ist ausgebildete Wechseljahreberaterin und Lifecoach. In ihrer Arbeit und auf dem Blog www.ohneregel.de konzentriert sie sich auf drei wichtige Säulen: Wissen über die Wechseljahre, auf die Symptome, die persönliche Entwicklung und Entspannungstechniken.

Lies gern die Geschickte von Susanne, die auch mit Schwindelanfällen zu kämpfen hatte: Die Menopause ist der Anfang vom Ende? Von wegen! Deine beste Zeit beginnt jetzt

Fotos: www.flaticon.com, www.ohneregel.de