Die Menopause ist der Anfang vom Ende? Von wegen! Deine beste Zeit beginnt jetzt

Die Menopause ist der Anfang vom Ende? Von wegen! Deine beste Zeit beginnt jetzt

Investiere in Dich und Deine Gesundheit – damit die zweite Lebenshälfte die bessere wird! Genau das hat Susanne (51) getan und genau dabei hilft sie jetzt anderen Frauen. Mit dem von ihr entwickelten Meno-Care-Haus Konzept: „Gemeinsam mit mir kannst Du Dein biologisches Alter positiv beeinflussen, die klassischen Menopausen-Symptome in den Griff bekommen und mehr Lebensqualität kreieren.“ Nachdem das Thema ,Wechseljahre’ immer noch ein Tabu-Thema ist und die meisten Frauen denken, dass die Menopause der Anfang vom Ende ist, möchte ich Dir zeigen, dass genau das Gegenteil der Fall sein kann! Ich bin überzeugt davon und erlebe es täglich an mir selbst, dass Deine beste Zeit jetzt gerade erst beginnt!
Mein Herzenswunsch ist es, Dich zu empowern, damit du die Chancen der Wechseljahre erkennen und nutzen lernst! “ Im Interview mit dieAlte verrät uns die Dipl. Sportwissenschaftlerin und Ernährungsberaterin noch mehr …

dieAlte: Du bist 51 Jahre alt und auch in den Wechseljahren – wie ging es bei Dir los?
Susanne: Ich selbst habe lange nicht gemerkt, dass ich mich schon in der Prä- und später dann in der Perimenopause befand! So wie mir geht es ganz vielen Frauen, weil so wenig über das Thema bekannt ist.
Als Sportlerin und ganzheitlich ausgerichteter Mensch führte ich immer schon ein sehr bewusstes–- und auf Gesundheit ausgerichtetes Leben. Nach der Geburt meiner Tochter hatte ich allerdings bei jeder Regel so starke Blutungen, dass mir mein Gynäkologe eine Hormonspirale einsetzte, wodurch sich die Situation auch schnell verbesserte.
Als sie mit Mitte/Ende 40 wieder entfernt wurde, kamen die starken Blutungen in Kombination mit einem deutlich verkürzten Zyklus zurück und ich dachte, dass ich damit leben müsse. Dem war aber nicht so, denn die starken Blutungen waren bereits ein deutliches Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre!

Hast Du das gleich bemerkt und gegengesteuert?
Ich bekam Haarausfall, hatte brüchige Nägel und fahle Haut. Diese Symptome traten aber erst allmählich, nach und nach auf und wurden von mir nicht mit dem hohen Blutverlust in Zusammenhang gebracht. Es vergingen einige Jahre bis sich die Symptome so manifestiert hatten, dass ich aktiv wurde und feststellte, dass sie auf einen schweren Eisenmangel zurückzuführen waren. Also ließ ich mir Eiseninfusionen verabreichen. Bis dahin hatte ich im Mangel gelebt, was völlig ungesund ist und es dauerte wirklich lange, bis sich Haut, Haare und Nägel wieder erholt hatten.

Eine lange Leidenszeit – aber das war alles, was passiert ist, oder?
Mitte 40 traten bei mir auch die ersten Gelenk- und Muskelschmerzen auf. Als ehemalige Leistungssportlerin dachte ich, das sei die Quittung für all die Jahre harten Trainings und ich müsste ab jetzt damit leben. Wie ich heute weiß, war auch das ein Irrtum und hing mit dem weniger werdenden Östrogen zusammen. Dank ausgewählter Nahrungsergänzungsmittel bin ich jetzt beschwerdefrei und spüre meine Gelenke, Knochen und Muskeln nur im positiven Sinne kraftvoll und vielleicht mal beansprucht nach viel Sport.
Parallel zu dem Auftreten der Gelenkschmerzen begann ich nachts schlechter zu schlafen und öfters trat auch nächtliches Herzrasen auf.

Hast Du das Herzrasen sofort mit der Menopause assoziiert, oder dachtest Du an andere Beschwerden wie Herzprobleme?
Ich führte auch das natürlich nicht auf meine Hormone zurück, sondern auf den massiven Stress, dem ich ausgesetzt war. Außerdem hatte ich gelegentlich Nachtschweiß, was ich mir mit meiner zu warmen Bettdecke erklärte.
Den stark zunehmenden Energiemangel führte ich ebenfalls auf meinen Stress zurück, genau wie die Wutanfälle, die mich regelmäßig heimsuchten und aus denen ich kaum einen Weg herausfand. Ich dachte, der ganze Druck der auf mir lastete, sei einfach zu groß und suche sich ein Ventil, obwohl ich bis zu dem Zeitpunkt in meinem ganzen Leben nie Wutanfälle gehabt hatte. Gesundheitlich bedenklich waren in dieser Zeit Schwindelanfälle, die mich für Stunden plötzlich und unerwartet außer Gefecht setzten, sodass ich mich an Ort und Stelle auf den Boden legen musste bis der ganze Spuk nach einigen Stunden wieder vorüber war.

 „Gesundheitlich bedenklich waren in die Schwindelanfälle, die mich für Stunden plötzlich und unerwartet außer Gefecht setzten.“

Oh nein! Du hast doch bestimmt einen Arzt dazu befragt, was hat der gesagt?
Auffällig ist in dem Zusammenhang, dass weder mein Internist noch der hinzugezogene Neurologe bei den Untersuchungen eine Ursache für den Schwindel diagnostizieren konnten und nicht im Entferntesten auf eine hormonelle Disbalance gekommen ist. Heute weiß ich, dass Schwindel ein typisches Zeichen einer Östrogendominanz ist, die besonders in der Prämenopause auftritt. Leider haben dies sogar viele Gynäkologen nicht auf dem Schirm.

Das ist ja schon eine ganz Reihe an Symptomen die typisch für die Wechseljahre sind – kamen da noch mehr dazu?
Bemerkenswert in diesen Jahren war auch meine extrem trockene Haut auf den Schienbeinen und am Kopf. Dafür hatte ich keine Erklärung. Also cremte oder ölte ich, was aber die Situation nicht verbesserte. Nun störte mich die trockene Haut nicht so sehr, als dass ich zum Dermatologen gegangen wäre und selbst wenn, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass er das Thema als hormonell begründet erkannt hätte.
Was mich aber wirklich quälte, war allabendlich massiver Juckreiz auf Schultern und Oberarmen der stundenlang anhielt. Nie im Leben hätte ich diese Qual mit schwankendem Östrogen in Verbindung gebracht. Es war wirklich strapaziös.

Die juckende Haut kenne ich auch, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sehr lange dauert, bis man den Zusammenhang zur Menopause herstellt. Was hast Du unternommen?
Erst als ich selbst aktiv wurde und auf die Idee kam, mir vorsorglich mal eine Gynäkologin, die auf Wechseljahre spezialisiert ist, zu suchen, begann eine neue Zeit für mich. Sie informierte mich und gab mir den Tipp, mich selbst in das Thema einzulesen. Das tat ich und damit war auch schon der Funke gezündet. Ich verstand sofort die Zusammenhänge, die in meinem Körper abliefen und die ich auf Stress oder andere falsche Ursachen geschoben hatte.

Hast du von der Gynäkologin auch Hormonpräparate bekommen, die unterstützend bei Wechseljahrbeschwerden helfen? Wenn ja, welche und wie kommst du damit klar?
Ich habe mir bewusst eine Gynäkologin gesucht, die auf bioidentische Hormonersatztherapie spezialisiert ist, um in dem Thema fachkundig beraten zu werden. Die Entscheidung, bioidentische Hormone zu verwenden, ist eine sehr persönliche Entscheidung und sollte gut abgewogen werden. Ich habe in der Peri-Menopause mit einer Kombination aus pflanzlichem Agnus Castus und bioidentischem Progesteron unterstützt. Das hat bei mir sehr gut funktioniert. Mittlerweile verwende ich auch ein bioidentisches ß-Estradiol Gel. Meine Gynäkologin hat mich ausgiebig beraten und wir machen regelmäßig Blutkontrollen.
Um eine bioidentische Hormonersatztherapie besser zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass der Körper keinen Unterschied zwischen den eigenen und den bioidentischen Ersatzhormonen erkennt, da sie exakt an die dafür vorgesehenen Andockstellen überall in unserem Körper passen. Bioidentische Hormone ersetzen lediglich das, was der Körper nicht mehr selbst oder zu wenig herstellt.
Ziel der Ersatzbehandlung ist es, ein hormonell niedrig normales Level vergleichbar mit dem ersten Drittel des Zyklus zu erreichen – so wie gleich nach der Regelblutung.

Ein Teil meiner Klientinnen unterstützt den Körper mit bioidentischen Hormonen ein anderer Teil nicht. Dabei geht es aber nicht nur um die Symptombehandlung von Wechseljahresbeschwerden, sondern vor allem um Prävention vor, durch Hormonmangel ausgelöste Alterskrankheiten. Wenn man jetzt aber denkt, ich nehme ein paar Hormone und alles ist supi, ist auf dem Holzweg. Unerlässlich aus meiner Sicht ist es ganzheitlich alle Ebenen (Ernährung, Bewegung, Schlaf, Mindset,…) gleichrangig zu bedienen, damit ganzheitliche Gesundheit und damit Lebensqualität entsteht. Bioidentische Hormone sind ein möglicher Baustein in diesem Baukastensystem.

Die Hormonersatztherapie (engl.: Hormone Replacement Therapy = HRT) gibt es auch auf Kassenrezept. Viele gesetzliche Krankenkassen bezahlen zum Beispiel das Progesteron-Produkt Famenita oder das Östrogen Estreva. Frag am Besten bei Deiner Krankenkasse nach, für welche Bioidentischen Hormone sie die Kosten übernehmen.

Und dann hast Du es zu Deinem Herzens-Thema gemacht und begleitest andere Frauen mit deinem Programm „Meno-Care-Haus-Konzept“ durch die Wechseljahre.
Ja, denn obwohl wir Frauen heute biologisch deutlich jünger sind als die Generation unserer Mütter, schleichen sich ab 40 hormonelle und dadurch bedingt sowohl physische als auch psychische Veränderungen ein, die in den kommenden Jahren zu einem großen hormonellen Umbruch führen werden und der erst in der Postmenopause enden wird. Dies stellt uns vor neue und unbekannte Herausforderungen.
Leider ist die Menopause in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, obwohl sie nicht nur 25 Mio. Frauen ab 40 alleine in Deutschland betrifft, sondern auch ihr gesamtes Umfeld. Auch der medizinische Umgang mit Frauen in der Menopause entspricht nicht unserer modernen Zeit, was wirklich richtig schlecht ist.
Es besteht ein erhebliches Informationsdefizit bezüglich der Menopause und ihrer Zusammenhänge. Damit fehlt es auch an breitem Wissen sowie an umfassender Aufklärung, was auf uns Frauen ab 40 in den nächsten Lebensjahrzehnten zukommt, was das für uns bedeutet, wie wir selbst gegensteuern können und wie elementar wichtig Prävention in Bezug auf Alterskrankheiten ist.

Es findet keinerlei Vorbereitung auf die Wechseljahre und kein offener Dialog darüber statt. Alles, was man als Frau erfährt, klingt fürchterlich negativ und so, als ob man sich damit abfinden müsste, weil das eben in der Natur der Sache liegt: Die Hormone schwinden, somit sind wir nicht mehr gebärfähig und als Folge davon werden wir sowohl körperlich als auch „als Frau“ ausrangiert.

Das klingt wirklich düster, aber so ist es doch nicht? Oder doch?
Nein, zum Glück muss das nicht mehr ansatzweise so laufen!
Ich bin Meno-Care-Coach, damit Du Dich richtig gut in Deinem Körper und fit fühlst!
Der Mangel an Hormonen ist einer der Hauptgründe für altersbedingte Krankheiten und Energieverlust, aber mithilfe des Meno-Care-Haus Konzepts können wir die Herausforderungen ganzheitlich lösen, sogar bevor sie überhaupt entstehen.
Neben den typischen Wechseljahresbeschwerden treten Depressionen, Gelenkschmerzen, Herzrhythmusstörungen, neurologische Erkrankungen, Hautbeschwerden, Bluthochdruck und einiges mehr in der Menopause zum ersten Mal auf.

Was Dir hilft, ist ein konkreter Plan, der individuell auf Dich abgestimmt ist und deshalb funktioniert. Außerdem brauchst Du jemanden, der Dich bei der Umsetzung des Plans unterstützt. Damit kannst Du gelassen und voller Freude die nächsten Lebensjahrzehnte angehen und genießen, denn die zweite Lebenshälfte bringt auch große Vorteile mit sich – das weiß ich aus eigener Erfahrung!

 „Leider ist die Menopause in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, obwohl sie nicht nur
25 Mio. Frauen ab 40 alleine in Deutschland betrifft, sondern auch ihr gesamtes Umfeld.“

Kannst Du Dein Konzept kurz erklären?
Das Meno-Care-Haus wurde von mir entwickelt, damit Du mit positiver Gelassenheit und voller Energie die Wechseljahre sowie die anschließende zweite Lebenshälfte erleben kannst. Dafür habe ich all mein fachspezifisches Wissen zusammengetragen und mit meiner persönlichen Erfahrung als Frau in der Menopause kombiniert.
​Zentral ist der ganzheitliche Ansatz, da alle Bausteine meines Meno-Care-Hauses ineinandergreifen und sich gegenseitig unterstützen.

Und so sieht das Meno-Care-Haus aus:
– die medizinisch-gynäkologische Komponenten bilden das Fundament des Hauses
– Bewegung und Sport sind die Wände, die es stabil halten
– Deine Ernährung bildet den Boden für das EG
– Nahrungsergänzung, Schlaf, Natur und Entspannung sind die Stockwerke
– die Atmung samt Frischluft werden von den Fenstern verkörpert
– Dein Mindset und Deine innere Einstellung stellt das Dach des Hauses dar
– Mit den sozialen Kontakten füllst Du Dein Meno-Care-Haus mit Leben.



10 Bausteine für das Meno-Care-Haus
1. Medizinische Komponenten
2. Bewegung +Sport
3. Ernährung
4. Nahrungsergänzung
5. Mindset
6. Schlaf
7. Natur
8. Entspannung
9. Atmung
10. soziale Kontakte

Alle 10 Bausteine ergänzen sich, damit Du in einem stabilen, modernen Haus voller Aktivität und mit viel Lebensfreude wohnen kannst und ergeben den bestmöglichen Zustand an Gesundheit und Lebensqualität in der Prä-, Peri- und Post-Menopause!

Das hört sich alles ganz spannend an, sieht aber etwas überwältigend aus (zeitlich und finanziell). Wie kann ich das in meinen Alltag integrieren?
Unerlässlich ist es, für sich selbst, also für das körperliche und mentale Wohlbefinden samt Lebensqualität, Eigenverantwortung zu übernehmen. Dazu muss ich bereit sein, das kann ich nicht abgeben.
Deshalb frage ich meine Klientinnen immer: Was bist Du Dir selbst wert? Und das in Bezug auf zwei Schwerpunkte: Zeitlich und finanziell betrachtet.
Um wirklich täglich für sich selbst Zeit zu finden, entwickeln wir einen Wochenplan – der verbindliche Zeiten für Meno-Care enthält. Das können an einem Tag mal nur 10 Minuten an einem anderen Tag auch 90 Minuten sein. Wichtig ist, dass die eingetragenen Zeiten verbindlich sind und genauso behandelt werden, wie ein offizieller, nicht absagbarer Termin. Es darf gelegentlich Verschiebungen aber keine Ausfälle geben. Natürlich wird der Plan wöchentlich aktualisiert und angepasst.
Darüber hinaus frage ich meine Klientinnen, was ihnen ihre Gesundheit finanziell wert ist und ob sie bereit sind in ihre Gesundheit zu investieren, um einen lebenslangen Mehrwert davon zu haben. Ich empfehle ihnen, einen festen monatlichen Mindest-Betrag (gerne auch mehr) beiseite zu legen. Davon können Coachings, Nahrungsergänzung, Untersuchungen die nicht übernommen werden, Sportkurse, etc. bezahlt werden. Es muss einfach klar sein, dass finanzielle Ausgaben zum Meno-Care dazu gehören, aber auch gestemmt werden können, wenn ich sie in meine Fixkosten mit einkalkuliere.

Hast du noch einen besonderen Tipp, den du an deine Kundinnen weitergibst, wenn Frau mal nicht so motiviert ist Sport zu machen? Oder die Ernährung eine Zeit lang mal wieder aus mehr Kuchen als Gemüse besteht?
So etwas kommt immer wieder vor und ist menschlich. Wichtig ist aber, den Weg zurück zu finden. Ich finde das funktioniert gut, wenn ich zwei Aspekte kombiniere: Den mentalen und den emotionalen.
Für den mentalen Aspekte ist für mich das „Warum“ der Schlüsselbegriff. Wenn ich den verinnerlicht habe, fällt es mir leichter mich zu überwinden, wieder zu starten. Ich lese wirklich detailliert in meinen Coaching Unterlagen und bekomme so erneut vor Augen geführt, warum es unerlässlich ist, Meno-Care zu betreiben.
Die emotionale Ebene erreiche ich in kleinen Meditationen, in denen ich mich erinnere wie es sich angefühlt hat, fit und voller Energie zu sein. Danach sollte der erste Schritt zum Meno-Care leichter fallen. Der Körper erinnert sich ja auch schnell wieder, wenn ihm etwas gutgetan hat, das kommt ergänzend dazu. Ich selbst musste vor Kurzem durch eine nervlich sehr aufreibende Zeit gehen und hatte gar keine andere Wahl als mein Meno-Care zu vernachlässigen. Bei der ersten Gelegenheit habe ich aber auf die eben beschriebenen Aspekte zurückgegriffen und nach nur einer Woche habe ich mich wieder in meiner vollen Kraft gefühlt. Das ist ein großer Vorteil des Meno-Care-Haus Konzeptes, da ich auf 10 Ebenen eingreifen kann, was einen schnellen Effekt mit sich bringt!

Susanne Meno-Care-Haus Coach

Fotos: privat

Stefanie Graf

Stefanie Graf

Von der Karrierefrau zur glücklichen Ehefrau und Mutter – dieser Schritt fiel Stefanie Graf (53) erstaunlich leicht. Weil sie schon immer ein bodenständiger Typ Frau war und sich dabei treu geblieben ist. Ihr heutiger Ehemann Andre Agassi (52) war hingerissen von ihrer natürlichen Schönheit. Und wir sind begeistert von ihrem Engagement für Flüchtlingskinder, ihre Familie und ihren Weg mit Problemen umzugehen …

Was sie jetzt spielt


Wer die Ex-Tennis-Queen zu Hause in las Vegas besucht, findet dort keinen einzigen Pokal, keine einzige Trophäe von ihr. Dabei hat die frühere Nummer 1 der Weltrangliste so viele gewonnen: 7 Mal Wimbledon, die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen – insgesamt 107 Turniere. „Wir haben nur die Trophäen unserer Kinder aufgestellt. Jaden (20) vom Baseball und Jaz (18) vom Hip-Hop-Tanzen“, so Steffi. Die Familie ist ihr wichtig, sich im eigenen Ruhm zu sonnen, ist gar nicht ihr Ding. Und der Sport steht seit ihrem Rücktritt 1999 ohnehin nicht mehr an erster Stelle – macht ihr aber noch immer Spaß. Allerdings spielt Steffi jetzt am liebsten Pickleball: „Diese Mischung aus Badminton, Tennis und Tischtennis erfährt in Amerika gerade einen Boom. Es ist einfach und schnell zu lernen. Selbst unsere Tochter, die zwar sportlich ist, es aber nicht so mit Ballsportarten hat, mag Pickleball sehr gerne. Und für meinen Mann und mich ist es auch viel leichter, wenn der Körper mal wieder zwickt.“

„Ich konzentriere mich auf das, was mir wichtig ist.“

Wo sie zur Ruhe kommt

Als Profi-Sportlerin musste sie über ihre Grenzen hinausgehen und immer wieder körperlich und mental ihre Balance finden. Um sich zu entspannen, ging Steffi viel in Museen, interessiert sich bis heute für Architektur und Fotografie: „Andere brauchen vielleicht mehr Stimulation, für mich war es aber die Ruhe, die ich gebraucht habe.“ Das ist bis heute so. Steffi lebt zurückgezogen in Las Vegas, geht dort gern mit ihren Hunden spazieren, stellt selbst die Mülltonnen auf die Straße und macht ihrer Familie Frühstück (zum Beispiel Eier oder Müsli mit Früchten). Und auch wenn mal ein Jubiläum wie der 20. Hochzeitstag mit ihrem Mann ansteht, geht es eher gemütlich zu: „Bei uns in der Familie werden Geburtstage oder andere größere Tage nicht so hoch gehängt. Wir versuchen einfach, aus jedem Tag etwas Besonderes zu machen.“ Das Geheimnis ihres erfüllten Lebens.

 

 Wie sie Konflikte vermeidet

Streit scheint fast ein Fremdwort für Steffi und Andre zu sein. „Das haben wir wahrscheinlich durch den Sport gelernt – uns auf Heraus­forderungen zu konzentrieren und Lösungswege zu finden“, so die gebürtige Deutsche. „Wir haben während unserer Tennis­-Zeit so vieles erlebt, Höhen und Tiefen. In seinem Sport alles zu geben, allein auf dem Platz zu stehen, zu kämpfen, aber eben auch als Team stark zu sein – so wie in einer Familie.“ Das heißt natürlich nicht, dass es keine Themen gibt, bei denen das Ehepaar mal anderer Meinung ist. „Aber wir vertrauen uns und reden miteinander, geben und nehmen uns Zeit, über Dinge nachzudenken. Und dann sind es eher Ratschläge, die wir am Ende austauschen.“

„Im Gegensatz zu früher fühle ich heute eine innere Ruhe und Zufriedenheit, die ich als aktive Sportlerin nie kannte.“

Wofür ihr Herz schlägt

Schon 1998 gründete die zweifache Mutter ihre Stiftung „Children for Tomorrow“. Hier erhalten geflüchtete Kinder und Jugendliche therapeutische Hilfe. „Wenn man erlebt, welche Angst sie vor Berührungen oder generell Kontakt haben, zumal in einem Alter, wo sie eigentlich durch Fröhlichkeit und Neugierde geprägt sein sollten, dann will man automatisch was dagegen tun.“ Und das macht Steffi mit leidenschaftlichem Engagement. „Ich habe das Ziel, ihnen einfach die Freude wiederzugeben. Und sie geben uns auch unheimlich viel zurück, weil sie uns immer wieder eine Stärke zeigen, die bewundernswert ist.“ Zeit, Geld – Steffi investiert viel in die Zukunft der Kinder. Wenn Du helfen möchtest, findest Du alle Infos unter www.children-for-tomorrow.com

 

Was sie vermisst

Ihre Zuhause ist dort, wo ihre Familie ist, in Las Vegas. „Aber meine Heimat ist und bleibt die Region Mannheim/Heidelberg“, sagte Steffi schon vor Jahren. Und manchmal vermisst sie Deutschland, die Natur, das Grün auf Erdbeerfelder gehen und Früchte pflücken, die Bäckereien und Metzgereien und ihre Süßigkeiten: „Ich liebe Lakritz und Gummibärchen über alles – und alle möglichen Kekse. Es sind so viele kleine Dinge, die einem fehlen.“ Dennoch ist Steffi heute glücklicher als je zuvor. „Im Gegensatz zu früher fühle ich heute eine innere Ruhe und Zufriedenheit, die ich als aktive Sportlerin nie kannte.“

Ein ausführliches Interview mit faszinierenden Fotos von Steffi Graf findest Du in der Vogue 06/2022. Das erwartet Dich unter anderem:

Foto: © IMAGO

Wie Hypnose hilft: Beim Abnehmen, bei Angst, bei Schlafstörungen – und in der Menopause

Wie Hypnose hilft: Beim Abnehmen, bei Angst, bei Schlafstörungen – und in der Menopause

Jean ist verheiratet, Mutter von zwei wundervollen Kindern und in der Blüte ihres Lebens. Mehr noch: Sie ist ausgebildete Fachberaterin für ganzheitliche Gesundheit und Hypnose. Mit ihrer Unterstützung haben es schon unzählige Frauen geschafft, ihre Ängste zu überwinden, abzunehmen und auch die Wechseljahresbeschwerden in den Griff zu bekommen. Wie? „Ich helfe Dir, Deine Gesundheit von innen heraus wieder ins Gleichgewicht zu bringen – einfach und auf die weibliche Art.“

dieAlte: Jean, Dein Business ist die Gesundheit von Frauen. dieAlte interessiert natürlich ganz besonders die Gesundheit in den Wechseljahren. Wie kannst Du sie von ihren Beschwerden befreien?
Jean: Gerade Frauen in den Wechseljahren haben unterschiedlichste Beschwerden, die sowohl körperlicher Natur sind, als sich auch mental äußern. Nahezu jede Betroffene kennt diese monatlichen emotionalen Achterbahnfahrten und hadern mit den körperlichen Veränderungen.

Mir ist der ganzheitliche Blick sehr wichtig, wenn ich mit meinen Kundinnen zusammenarbeite, sei es im Rahmen der Ernährungsberatung oder der psychologischen Beratung. Denn in unserem Körper funktioniert jedes Organ, jedes System und jeder Stoffwechselprozess nur im Team.
Darum haben in meiner Beratung 3 Elemente einen besonderen Stellenwert für die Gesundheit:

– Das Auflösen innerer Blockaden und die Entfaltung des persönlichen Potenzials für mentale Gesundheit.
– Einen guten Umgang mit Stressfaktoren für die emotionale Gesundheit erlernen.
– Sowie das Bewusstsein und die Offenheit für gesunde, abwechslungsreiche Ernährung ohne Dogmen stärken.

Die wichtigsten Tools in meiner Beratung sind die Hypnose und ätherische Öle. Beides ist tiefgehend, die Wirkung wissenschaftlich bewiesen und enorm effektiv. Ich liebe einfache, natürliche Lösungen.

Oh Hypnose – das klingt spannend. Was ist das und wie kann sich das Frau in den Wechseljahren zunutze machen?
Hypnose kann ich absolut vielfältig einsetzen. Sie kann die Kundinnen beim Abnehmen unterstützen und sie zu mehr Sport zu motivieren. Hier kombiniere ich auch sehr gern die Ernährungsberatung mit der Hypnose. Weiterhin lassen sich tief sitzende Blockaden auflösen, um sich mental und emotional zu stärken. Aber auch bestehende Unsicherheiten oder Ängste lassen sich damit gut bearbeiten. Auch sexuelle Probleme, die gerade in den Wechseljahren gehäuft auftreten, Beziehungsprobleme und Schlafstörungen sind immer wieder Thema in meinen Beratungen und Hypnosecoachings.

 „Hypnose ist für mich absolut magisch. Themen, die wir schon jahrelang mit uns herumtragen, können mit wenigen Sitzungen nachhaltig gelöst werden.“

Wirkt Hypnose denn wirklich? Viele zweifeln ja daran oder haben Angst, dass sie „fremdgesteuert werden“ …

Wie bereits erwähnt, ist Hypnose wissenschaftlich fundiert und anerkannt. Sie gilt als eins der effektivsten Coachingwerkzeuge, um nachhaltig persönliche Veränderungen zu erzielen. Ganz entscheidend dabei ist aber die Mitarbeit der Kundin. Sie muss die Veränderung wirklich wollen, denn nur sie allein kann diese in ihrem Unterbewusstsein vollziehen. Ich fungiere dabei sozusagen als Tour-Guide und zeige meiner Kundin den Weg. Gehen darf sie ihn dann selbst. Viele denken immer noch aufgrund der Show-Hypnose, dass sie fremdgesteuert werden könnten. Das ist absolut nicht so! Du hast die volle Kontrolle und machst nichts, was Du nicht machen möchtest. Zu jeder Zeit kannst Du den Prozess ab- oder unterbrechen.

Hypnose ist für mich absolut magisch. Themen, die wir schon jahrelang mit uns herumtragen, können mit wenigen Sitzungen nachhaltig gelöst werden. Das ist ein großer Vorteil gegenüber zahlreichen anderen Therapien oder Coaching-Methoden. Denn wir arbeiten in der Tiefe der Psyche. Ich nenne das immer, den emotionalen Rumpelkeller aufräumen.

Geht das Hypnosecoaching auch online, oder muss man da bei Dir vor Ort sein?
Online funktioniert das wunderbar, denn wenn Du die Augen schließt, ist es egal, woher meine Stimme kommt. Gerade in den letzten zwei Jahren war diese Möglichkeit ein absolutes Geschenk. Zudem hat so eine Online-Sitzung den Vorteil, dass Du in Deiner gewohnten Umgebung bist, Du es Dir gemütlich machen und anschließend direkt ausruhen kannst.

Wie kann ich mir eine Sitzung online dann bei Dir vorstellen?
Interessentinnen können vorab ein kostenloses Infogespräch mit mir führen. Dort erkläre ich Ihnen, wie die Hypnose abläuft und wie sie sich bestenfalls darauf vorbereiten können.
Wenn sie sich für ein Hypnosecoaching bei mir entscheiden, erhalten sie von mir u.a. einen Anamnesebogen, den sie vorab ausfüllen müssen, eine Checkliste zur Vor- und Nachbereitung der Hypnose sowie eine Hypnose-Mp3. Die bereitet sie optimal auf ihre eigentliche Sitzung vor und kann schon erste Blockaden lösen.

Für die eigentliche Sitzung brauchen die Kundinnen zu Hause einen gemütlichen Platz zum Sitzen, je ein Kissen für den Nacken und den Schoß, evtl. eine Decke, Wasser zum Trinken und eine gute Internetverbindung. Wir gehen vor der eigentlichen Hypnose noch mal auf den Anamnesebogen ein, arbeiten das Thema für die Sitzung genau heraus, klären ggf. noch offene Fragen und dann kann es auch schon losgehen: Augen zu und laufen lassen. Die erste Sitzung bei mir dauert ca. 2 – 2,5 Stunden. Denn mir ist wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen, die es braucht und sich die Kundinnen bestmöglich fallenlassen können. Folgesitzungen zum gleichen Thema sind in der Regel kürzer, ca. 1- 1,5 Stunden.

Du bist Mitte 40, hast Du auch schon Symptome der Wechseljahre/Perimenopause oder merkst Du noch nichts?
Oh ja, ich merke die Veränderungen schon seit ca. 2-3 Jahren. Ich schwitze mehr, vor allem nachts in der zweiten Zyklushälfte und schlafe auch in der Zeit schlechter. Mein Zyklus ist zwar noch recht regelmäßig, aber um ein paar Tage kürzer geworden. Auch die Spannkraft meiner Haut lässt nach und die Gesichtsfältchen nehmen zu. Aber hey, das ist der Lauf der Zeit. Wir können das nicht aufhalten, sondern uns nur bestmöglich unterstützen. Und dafür nutze ich genau das, was ich auch meinen Kundinnen empfehle: Ätherische Öle, tägliche Bewegung, ausreichend Schlaf, ein gutes Stressmanagement, (Selbst)Hypnose und eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Die setzt sich bei mir aus frischen, unverarbeiteten Bio-Lebensmitteln mit möglichst wenig Zucker und wenig tierischen Produkten, ausreichend Wasser trinken und hochwertigen, natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln zusammen. Gerade auch Letztere werden oft unterschätzt. Diese sind aber besonders dann wichtig, wenn man an einer Autoimmunkrankheit wie ich beispielsweise Hashimoto leidet. Denn der Nährstoffbedarf ist da besonders erhöht. Bestehen Vitamin- und Mineralstoffmängel, können sich diese stark auf die ganzheitliche Gesundheit und somit auf den Hormonhaushalt auswirken.

Wie unterstützen die Ätherischen Öle Dich bei den Wechseljahren?
Ätherische Öle sind konzentrierte natürliche Extrakte aus Samen, Stängeln, Wurzeln, Blüten, Ringen und anderen Pflanzenbestandteilen. Darunter gibt es zahlreiche Öle, die ausgleichend auf den Hormonhaushalt wirken und bei Symptomen wie Schwitzen, Schlafproblemen, emotionalen Achterbahnfahrten, Hautproblemen, Haarausfall etc. unterstützen können. Da ich die ätherischen Öle innerlich, äußerlich und aromatisch nutze, ist beste Qualität das A und O. Leider sind über 80 Prozent der ätherischen Öle auf dem Markt verunreinigt, gestreckt oder verfälscht. Deswegen sollte man sich hier sehr gut informieren und vor allem innerlich nur Öle nutzen, die Lebensmittelqualität haben.
Um noch einmal auf die Wechseljahre zurückzukommen, möchte ich hier meine Lieblingsöle hervorheben. Das sind Muskatellersalbei und sämtliche Blütenöle, die hormonell ausgleichend wirken und toll für eine schöne Haut sind. Ätherisches Pfefferminzöl ist gut bei Hitzewallungen und Kopfdruck, Lavendel und Vetiver gut für unseren Schlaf. Da mir die ätherischen Öle so am Herzen liegen und ich mein Wissen gern teile, gebe ich regelmäßig kostenlose Online- und Offlineworkshops dazu.

 „Ich darf Hilfe annehmen. Ich muss nicht jedes Thema allein bearbeiten. Es gibt da draußen so viele Spezialist:innen, die uns das Leben leichter machen. Go for it!“

Was rätst Du Deinen Kundinnen 40+ wie sie gut gestärkt in und durch die Wechseljahre kommen können?
Mein Lebensmotto ist: Alles ist für irgendetwas gut. Und das sehe ich auch so in Bezug auf die Herausforderungen in den Wechseljahren. Für mich ist diese Phase eher eine Möglichkeit und Chance, genau in mich hineinzuhorchen und mich noch besser kennen zu lernen. Ich sage mittlerweile viel öfter nein zu Dingen, die mir nicht mehr guttun. Und ich lasse mehr Raum für das, was mich körperlich und mental stärkt. Ich habe zahlreiche Erfahrungen sammeln dürfen, die jetzt zum Tragen kommen. Und ich darf Hilfe annehmen. Ich muss nicht jedes Thema allein bearbeiten. Es gibt da draußen so viele Spezialist:innen, die uns das Leben leichter machen. Go for it!

Weitere Infos gibt es auch hier: www.1fach-gesund.de

Fotos: Nancy Ebert, privat

Von der Kunst, noch mal neu anzufangen: „Irgendwie leuchtet gerade alles“

Von der Kunst, noch mal neu anzufangen: „Irgendwie leuchtet gerade alles“

Mit 55 Jahren krempelte Sabine Puschmann ihr Leben noch einmal auf links. Die freischaffende Künstlerin kaufte ein Haus am See, zog nach Mecklenburg-Vorpommern und eröffnete eine Kunstakademie. Eine Umbruch-Phase mit Härten, durchaus. Aber Sabine meisterte sie, ebenso wie die Menopause. Denn die Kunst und ihre neue Heimat gaben und geben ihr Kraft …

„Ich bin an dem Ort, an dem ich sein möchte.“ Sabine Puschmann hebt den Blick, richtet ihn hinaus auf das Wasser. „Wenn ich morgen sterben würde, dann wäre das nicht so schlimm.“ Das sagt sie so einfach. So leichthin, so nebenbei. Das schafft nur eine, die angekommen ist. Nicht nur in ihrem Gutshaus, irgendwo in einem 35-Seelen-Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch im Leben. Gar nicht leicht ist so etwas, erst recht für eine Künstlerin. Wie hat sie das gemacht? Das wird Sabine, die „Lebenskünstlerin“, manchmal von den Teilnehmerinnen gefragt, die ihre Malkurse besuchen. „Viele Frauen, die hierher in die Kunstakademie kommen, leben in einer Umbruch-Situation“, erzählt sie. „Sie sagen: ‚Wie schön Du es hast. Ich will das auch. Wie geht das?’“
Um darauf zu antworten, muss Sabine zurück auf Start, zurück zum Sommerurlaub 2015: Gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten Michael, reiste sie durch Mecklenburg-Vorpommern. Glückliche Umstände – und die Suche nach einem guten Stück Kuchen – führten sie nach Woserin, mit einem Mal standen sie vorm Gutshaus. „Hier schien die Zeit stillzustehen, es war, als hätte jemand einen großen Schalter umgelegt.“ Der offensichtliche Leerstand des Gebäudes, die verträumte Lage am Seeufer faszinierte (….)

„Hier ist es wie in Kindertagen, alles so unbeschwert.“ Das ist einer dieser Sätze, die im Gutshaus Woserin häufiger fallen. Oder auch: „Der See erzählt ganz viel, man kann stundenlang mit ihm ins Gespräch kommen.“ Das Wasser, die Weite, das Licht – das alles wirkt. Wie gut, dass es dazu Leinwand und Farbe gibt.

Auch wenn es noch zwei Jahre dauern sollte, bis der Besitzer zum Kauf einwilligte, sie hatte sich schon an ihrem neuen Leben festgebissen. Und war bereit, ihr altes aufzugeben: In Bremen besaß sie ein „Familienhaus“, gut 20 Jahre hatte sie in ihm gelebt, hatte drei Kinder groß gezogen. „Aber diese Zeit war vorbei“, sagt die zweifache Großmutter, „ich liebe meine Familie, aber ein Leben allein als Oma sehe ich für mich nicht.“ Vielmehr sollten in der neuen Heimat das Unterrichten, die Malerei, das gemeinsame Tun mit anderen Künstlern in ihr Lebenszentrum wandern.

dieAlte: Sie haben mit 55 einen Neuanfang gewagt – haben die Wechseljahre in dieser Entscheidung auch eine Rolle gespielt?
Sabine Puschmann: Ich bin sehr spät in die Wechseljahre gekommen, da war ich bereits 57. 
Meine Entscheidung eine Freie Kunstakademie zu gründen, hat eher etwas mit einer Möglichkeit sich einen Traum zu erfüllen, zu tun.  Mutig und Entscheidungsfreudig war ich schon immer. Diese beiden Eigenschaften beinhaltet übrigens der künstlerische Prozess, der Neues schafft, indem man ziemlich oft Altes zerstört oder auch einfach Altes neu ordnet. Zerstörung klingt etwas aggressiv, ist aber gar nicht als solcher Akt gemeint.
Insofern hat mir meine Kunst und Kunst im Allgemeinen schon immer geholfen. Sie ist auch Ausdruck meiner Befindlichkeit.

Geboren und aufgewachsen in Halle, hatte die gelernte Buchbinderin erst in Leipzig Kunst studiert, dann in Bremen. Neben ihrer erfolgreichen Arbeit als freischaffende Künstlerin lehrte sie an einer niedersächsischen Hochschule und unterrichtete als Kunstpädagogin an Gymnasien. Erste Seminare, die sie von Zeit zu Zeit an einer privaten Akademie in Bayern gab, hatten ihr so viel Freude bereitet, dass sie davon nun mehr wollte. Viel mehr.
Trotzdem, trotz all der Aufbruchsstimmung: Als Sabine ihr denkmalgeschütztes Gutshaus 2017 kaufte und mit eigenen Händen zu renovieren begann, da war sie 55 Jahre und damit in einem Alter, in dem andere langsam an Ruhestand denken. Ihr eigener Vater zeigte ihr einen Vogel, der jüngste Sohn rebellierte.

dieAlte: Wie sind Sie mit der Kritik Ihrer Familie umgegangen?
Sabine Puschmann: Mein Vater hat sich inzwischen sein Leben genommen, leider konnte er nicht mehr sehen, was ich aufgebaut habe. Das finde ich sehr schade. Er hat niemals an meine Lebenspläne geglaubt. Das macht traurig. Manchmal spreche ich mit ihm unter dem weiten Himmelszelt über Woserin. Dann weiß ich, dass er wohlwollend auf mich schaut.
Meine Kinder haben sehr unterschiedlich reagiert, schließlich war das ein großes und für Außenstehende nicht ganz zu überschauendes Projekt.
Heute können sie mich verstehen und ich kann verstehen, dass sie Angst um mich hatten, denn meine Vorstellungskraft war eine größere und andere als die ihre. Es ist eine Freude, einen Platz geschaffen zu haben, an dem man gern zusammenkommt.

Wie karg und arbeitsreich der Weg zu diesem Platz allerdings zunächst war, davon erzählen Fotos in der Akademieküche: Eines zeigt eine weiße Plastikwanne unter einem Wasserhahn, die erste Waschgelegenheit, ein anderes ein einsames Bett vor einer rohen Ziegelwand. „Aber wenn ich abends auf meiner Terrasse stand“, so sagt sie, „dann war ich im Paradies.“
Gemeinsam mit Michael (…) arbeitete sie sich voran.
Raum für Raum. Erst machten sie sich an die Akademie, dann an die fünf Gästezimmer und die Ferienwohnung im Souterrain, nebenbei an die eigenen vier Wände. „Wenn es so sein soll, dann reicht auch die Kraft“, meint Sabine schlicht. „Ich habe nur selten Existenzängste, es genügt mir, wenn ich das Ruder steuern kann.“
Um ihren Neuanfang zu finanzieren, verkaufte sie ihr Bremer Haus, nahm einen Kredit auf, beantragte EU-Fördergelder, investierte ein Erbe. Zudem unterrichtete sie in den ersten Jahren weiter als Kunstlehrerin. Mit ihrem Feuereifer begeisterte sie andere Künstler, die als Dozenten an ihre Akademie kamen.
Ostern 2018 fand der erste Kurs statt, und Sabine spürte, „dass mein Konzept aufgehen würde“. Der „Geheimtipp“ sprach sich herum, die rund 30 Workshops, die die Akademie pro Jahr anbietet, füllten sich. Was für ein Glück.

 „Viele Frauen, die hierher in die Kunstakademie kommen, leben in einer Umbruch-Situation“

dieAlte: Mit Ihrer Kunst öffnen Sie Ihre Seele auch für andere – für viele Frauen ein schwerer Schritt, oft sprechen Sie nicht über vermeintliche Tabuthemen, wie die Wechseljahre – kann Kunst da Brücken bauen?
Sabine Puschmann: Ja, ich öffne mit meiner Kunst viel in den BetrachterInnen, wenn sie es denn wollen.
Es sind stille Gespräche, Spiegel, Übereinstimmungen oder Unterschiedlichkeiten in den Gedanken beim Lesen meiner Bilder. Das ist gut so.
Und wer ein Bild von mir besitzt, der geht in diese Auseinandersetzung.
Beim Betrachten ist man auf sich selbst zurück geworfen. Damit geht es einem manchmal so und manchmal so. Und das ist gut so.
Es ist aber auch meine Art zu lehren die mich selber immer wieder bereichert –deshalb habe ich meine eigene Freie Kunstakademie gegründet – Mut zu machen, seinen eigenen ganz individuellen Weg zu gehen. Den begleite ich in meinen Workshops.
Es macht mir ungeheuerliche Freude zu sehen, wenn jemand strahlend und glücklich sich selbst in seiner eigenen Arbeit begegnet und daraus wiederum schöpfen kann. Wunderbar!

Nichtsdestotrotz musste Sabine selbst erfahren, dass ihre Kraft nicht unendlich ist. Die viele Arbeit, die ständigen, körperlich herausfordernden Bautätigkeiten rissen nicht ab. In dem 1.000 qm großen Gebäude gab es unendlich viel zu tun. Und dann kam auch noch Corona, das Schließen der Akademie, der Stillstand, der auch Sabine das Ruder aus den Händen riss. Eines Tages wurde alles zu viel, die Beziehung zu Michael zerbrach, beide waren über die Maßen erschöpft.
Der Winter, der nun kam, wurde kalt und still. Mutterseelenallein saß Sabine in ihrem riesigen Haus am See. Ohne Kursteilnehmer, ohne Künstler, 300 Kilometer entfernt von ihrer Familie in Bremen. Harte Monate.
„Gib mir etwas zu tun“, sagte die Lebenskünstlerin – denn das, dieses eine war sie ja immer noch – schließlich zu Annette Jellinghaus, einer befreundeten Malerin im rheinischen Gevelsberg. „Gib mir etwas zu tun, sonst drehe ich durch.“ Aus der Lockdown-Not heraus entstanden die „Parallelgespräche“, ein völlig neues, heute auch für Gäste geöffnetes Kunstprojekt. Im Kern geht es darum, gemeinsam Kunst zu schaffen, aber verteilt auf heimische Ateliers. Orientierung bieten vorgegebene Arbeitsschritte, die jeder „Gesprächsteilnehmer“ seinem Verständnis nach, seinem Stil entsprechend, interpretiert, umsetzt und für die Mitstreiter dokumentiert. Das „Hineinschauen in die Köpfe der anderen“ erlebt Sabine als spannend und inspirierend, denn „als Künstlerin wurschtelt man ja viel vor sich hin“. Die Parallelgespräche brechen dies auf. Ist eines nach sechs Arbeitsphasen, die jeweils über zwei Wochen laufen, abgeschlossen, zeigen sich die Werke unter www.parallelart.de. (…)
Nach getaner Arbeit – mit dem Frühling 2021 kehrte das Leben ins Gutshaus Woserin zurück – genießt Sabine den Ausblick auf den See, der auch zum Baden einlädt. Die Künstlerin ist glücklich: „Irgendwie leuchtet gerade alles.“

dieAlte: Was raten Sie Frauen, die sich in einer Umbruchphase befinden – wie in den Wechseljahren? Welche Fehler können Sie vermeiden, welche Wege können Sie empfehlen? 
Sabine Puschmann: Ratschläge kann und will ich nicht geben. Weibliche Energie und Gespräche sind wichtig. Selbstbewusstsein. Eigenes tun. Im eigenen Tun sich finden. Was immer das auch ist. Da gibt es keine Fehler, die kann man selber nur machen und dazu stehen. Das ist Leben.

Mit 100 qm bietet das Atelier der Kunstakademie genug Platz für „Leinwandexperimente im Großformat“. So heißt einer der Kurse, die Sabine selbst leitet.

WIR TAUSCHEN STADTLUFT GEGEN LANDIDYLLE!
Land-Unternehmerinnen, die den „großen Schritt“ wagen und sich nicht nur ein eigenes Business, sondern auch ein zeitgemäßes, ein neues Landleben aufbauen: Was hat sie dorthin geführt? Welche Umstände haben den Wunsch nach Land geweckt? Wir öffnen die Türen malerischer Höfe und Landhäuser vom Odenwald bis an die Ostsee, mit eindrucksvollen Bildern und persönlichen Geschichten und zeigen Geschäftsideen großartiger Frauen voller Lebensfreude, Genuss und Hingabe.

 

GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN von KerstinRubel
Callway, 45,00 Euro

 

Fotos: Ulrike Schacht

Anke Engelke

Anke Engelke

Wow – seit sie ca. 25 Jahre alt ist, fühlt sich Anke Engelke wohl in ihrem Körper! Das kann wahrlich nicht jede Frau von sich behaupten. Aber wie macht die 56-Jährige das? Die Veganerin hat festgestellt: Ein Geheimnis für ein besseres Körpergefühl sind Sport und Ernährung. Vielen hilft das auch in den Wechseljahren. Und der Power-Frau hilft noch mehr, um mit sich selbst total happy zu sein …

Ihr Aussehen:

Die dreifache Mutter mag es nicht, wenn ihre Falten von Fotos krass wegretuschiert werden. Sie möchte sogar, dass man sieht, dass sie älter wird. „Stellen Sie sich mal vor, man würde nicht altern, der Körper würde nicht zeigen, was man schon erlebt hat. Gott da wäre ich traurig.“ Am Altern stört Anke lediglich, dass einem nur noch ein bestimmtes Maß an Zeit bleibt. Sie hat verinnerlicht: Es ist wichtig, dass man sich nicht übers Äußere definiert. Wichtig ist, was für ein Mensch man ist, ob man seinen Platz gefunden hat und ob man zuerst an andere denkt und dann an sich.

„Stellen Sie sich mal vor, man würde nicht altern, der Körper würde nicht zeigen, was man schon erlebt hat. Gott da wäre ich traurig.“

Ihre Männer:

Anke hat zwei Mal geheiratet – und sich zwei Mal scheiden lassen. Ihr erster Mann war Keyboarder, ihr zweiter Mann ebenfalls Musiker. Liiert war sie unter anderem mit Fernsehmoderator Niels Ruf (49) und mit dem Schriftsteller und Journalisten Benjamin von Stuckrad-Barre (47). Aber sie ist auch ohne Mann glücklich.

 

Ihr Talent:

Eigentlich wollte die lustige TV-Frau Lehrerin werden. Das Studium der Anglistik, Romanistik und Pädagogik brach sie allerdings ab, um in die Medienwelt einzutauchen. Aber schon vorher war Anke im Fernsehen zu sehen: Als 12-Jährige trat sie in der ZDF-Reihe „Sing mit Heino“ mit ihrem Gesangsverein auf. Von da an war sie immer wieder als Sängerin vor der Kamera – hatte sogar mal einen Gastauftritt auf einem Nina-Hagen-Album – und war auch als Moderatorin im Radio zu hören. Bis sie schließlich von 1996 bis 2000 in der Sat.1-Scetchshow „Die Wochenshow“ auftrat –und berühmt wurde.

 

Ihre Herzensangelegenheit:

Seit 2003 engagiert sich Anke als Botschafterin für das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk Action medeor im Kampf gegen Malaria.
Auf ihren Projektreisen setzt sie sich bewusst mit der Lebenssituation der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika auseinander. So überzeugte sie sich bereits mehrmals persönlich von der erfolgreichen Hilfe durch action medeor, zuletzt in Malawi im August 2017: „Ich bin so froh, dass ich regelmäßig auf Projektreisen mitgenommen werde. Vor Ort kann ich mir so ein Bild machen und erlebe vor allem, dass die Spenden ankommen und dass sich Hilfe lohnt.“

 

Ihre Sehnsüchte:

Konsequent zu sein fällt ihr eigentlich nicht schwer. Trotzdem vermisst die Veganerin in ihrem Leben zwei Dinge – Käse und Teewurst: „Als ich mal in Frankreich war, da ist mir das bewusst geworden. Dann steh‘ ich da immer an der Käsetheke (…). Ich schließe nicht aus, dass ich doch wieder Vegetariern werde.“ Außerdem gibt sie zu, dass sie Teewurst immer mochte: „Ich hab auch ein paar Ersatz-Teewürste probiert. Das hat geschmeckt wie Kotze. Aber in ein bis zwei Jahren, wer weiß, woher dann das Fleisch herkommt.“

Am 14. April startet der Kinofilm „Eingeschlossene Gesellschaft“ von Sönke Wortmann, mit Anke Engelke in der Hauptrolle.
Auch in der dritten Runde des erfolgreichen Formats „LOL: Last One Laughing“ ist sie wieder mit dabei – die Staffel startet am  14. April.

Fotos: © IMAGO / Horst Galuschka; @sonypicturesaustria; @primevideode

Ich bin wieder da! Dank der richtigen Hormone & meinem Garten

Ich bin wieder da! Dank der richtigen Hormone & meinem Garten

Barbara fühlt sich wie ausgewechselt. Sie geht wieder aus, trifft sich mit Freunden und hat Spaß. Fünf Jahre hat es gedauert, bis die 59-Jährige das Leben wieder voller Freude genießen konnte. Es war ein langer Leidensweg voller Scham, Selbstzweifel und dem Gefühl plötzlich steinalt zu sein. Selbst ihre Ärztin wusste nicht weiter, konnte Barbara nicht helfen, um die fiesen Wechseljahrsbeschwerden loszuwerden. Dann hörte Barbara auf den Rat einer Freundin und ließ sich mit der Rimkus®-Methode behandeln …

dieAlte: Wie hast Du gemerkt, dass Du in der Menopause bist?
Barbara: Kurz nach meinem 50. Geburtstag bin ich von heute auf morgen in die Wechseljahre gekommen. Meine Periode ist ausgeblieben. Am Anfang habe ich alles gar nicht so gemerkt, aber irgendwann gings dann los. Ich konnte nicht so gut schlafen, hatte Hitzewallungen, hab also extrem geschwitzt, und der Körpergeruch hat sich so furchtbar verändert. Ich bin dann zu meiner Frauenärztin. Sie hat mir bestätigt, dass ich in den Wechseljahren bin. Aber sie hat kein Hormonbild gemacht. Obwohl man ein Anrecht darauf als gesetzlich Versicherter hat. Also lieber nachfragen! Und ich würde jeder jungen Frau um die 30 raten, wenn es einem noch gut geht, einen Hormonstatus zu machen, somit hat man den Vergleich, wenn es einem schlechter geht.

Wie hat Deine Frauenärztin Dich behandelt?
Ich bekam was verschrieben und dachte, ich müsste so ein viertel Jahr warten, bis ich was merke. Ich fühlte mich aber auch nach dieser Zeit nicht besser, mir gingen auf einmal die Haare aus, was schlimm ist für eine Frau. Und ich merkte, ich werde alt, ich verfalle! Aber ich war ja erst 50. Meine Schwester sagte sogar zu mir: „Du musst was machen, Du mutierst zu einer alten Frau.“
Ich weiß jetzt nicht mehr jedes Medikament, das ich bekommen habe, es waren aber synthetische Hormone. Fünf Jahre lang habe ich von Tabletten bis Gels alles probiert.
Nichts hat geholfen. Bei den Tabletten die ich einführen musste, hatte ich das Gefühl, dass sich der Intimgeruch sehr stark verändert. Der Geruch war furchtbar. Ich habe auch sehr unter den Armen geschwitzt, es war so schlimm, dass ich mir Tücher unter die Achsel geklemmt habe.
Das Pflaster, das ich verschrieben bekam, war zu hoch dosiert für mich. Meine Ärztin riet mir, es durchzuschneiden. Trotzdem passierte es eines Tages, dass ich beim Laufen gedacht habe, ich bekomme einen Herzinfarkt. Mein Herz hat so gepocht und ich bekam keine Luft mehr. Dann habe ich mir das Pflaster weggerissen.
Insgesamt bin ich in ein Loch gefallen. Ich wusste gar nicht, was los ist.

„Du musst was machen,
Du mutierst zu einer alten Frau.“

Deine Freunde haben bestimmt auch gemerkt, das was mit Dir nicht stimmt…Meine Freundin Alex sagte, es sei ja gar nichts mehr los mit mir, sie hat sich so indirekt beschwert. Ich sagte damals zu ihr, ich weiß nicht, aus welchem Loch ich noch raus kriechen soll, ich war so weit unten. Manche Freunde sagten auch: „Jetzt such Dir doch mal einen Partner.“ Aber mach das mal in diesem Zustand, das willst Du natürlich nicht. Ich hatte ja auch null Lust auf Sex. Man hätte mir einen Mann auf den Bauch binden können, das hätte mich nicht interessiert. Und man schämt sich dann auch für seinen Körpergeruch, wenn er sich so verändert wie bei mir.
Ich habe viele jüngere Freunde und die kannten das alle natürlich nicht, die dachten immer: „Was ist denn schon wieder mit Barbara?“ Dann habe ich aufgehört von meinen Wechseljahrsproblemen zu erzählen. Die einzigen mit denen ich noch darüber gesprochen habe, waren meine Schwester und Mutter. Da hatte ich das Gefühl, dass sie mich verstehen.

Das ist letztendlich doch noch immer noch ein Tabuthema? Man redet nicht ganz so offen drüber, auch nicht unter Freundinnen?
Ja, das ist schließlich was sehr Intimes, wenn ich erzähle, mein Intimgeruch ist furchtbar. Man glaubt, dass nicht sagen zu können. Der Frauenärztin, bei der ich jetzt bin, habe ich alles erzählt.

Wie kamst Du zu Deiner neuen Frauenärztin?
Meine ursprüngliche Ärztin war ratlos und sagte nur zu mir: „Ich weiß jetzt nicht mehr, was ich ihnen geben soll. Es gibt nur noch eins, das kann man auf Sie abstimmen. Das müssen Sie aber leider selber bezahlen.“
Und auch eine Bekannte hatte mir schon mal von der Selbstzahlertherapie erzählt. Sie kostet viel Geld, also es ist wirklich teuer. Aber es musste sich was ändern. Ich habe auch extrem Haarausfall bekommen, und ich sagte mir, wenn ich jetzt noch eine Glatze bekomme, dann erschieß ich mich. Also ging ich zu der empfohlenen Frauenärztin meiner Freundin.
Die hat mich dann gründlich untersucht. Ich hatte einen Hormonstatus von einer alten Frau, auch kaum Vitamin D, also katastrophal. Die Ärztin meinte, dass wir jetzt mal langsam anfangen und hat mir dann nach der Rimkus®-Methode abgestimmte Tabletten gegeben, morgens und abends eine.
Die Ärztin sagte, nach zehn Tage würde ich schon ein bisschen Veränderung merken. Tatsächlich bin ich am vierten Tag abends bei mir in der Küche gesessen und dachte: „Ich bin wieder da“. Ich war vorher zwar auch da, aber ich habe nur funktioniert und jetzt auf einmal hab ich mich wieder gespürt. 
Wenn Du so extrem Wechseljahrsbeschwerden hast, nimmst Du auch nicht mehr dieses Glücksgefühl war. 
Es hat sich durch die Einnahme der neuen Medikamente alles verbessert, keine Hitzewallungen mehr, der Intimgeruch hat sich sehr verbessert und die trockene Scheide auch.

Wie lange bist Du da jetzt in Behandlung?
Drei Jahre. Ich erzähle jetzt mal, was das so finanziell auf einen zukommt, damit man einen Anhaltspunkt hat. Das sagt einem ja sonst auch keiner…

– Hormonbild 230 Euro

– Besprechung mit der Ärztin 110 Euro

– Tabletten für 50 Tage zwischen 160-180 Euro

- im Schnitt 2.000 Euro im Jahr

Wenn mir jemand erzählt hätte, dass ich mal so viel Geld bezahlen würde, hätte ich vielleicht noch länger gewartet. Aber ich hab mich dann auch mal ein bisschen mehr mit den Wechseljahren befasst und war überrascht, was Hormonmangel auslösen kann. Alzheimer, Demenz, Osteoporose…
Da habe mir gesagt: „Was ist Dir wichtiger? Deine Gesundheit und das Glücksgefühl zurückzubekommen oder so weiter machen?“ Ja, die Therapie ist teuer, aber ich musste was tun und konnte nicht mehr so leben.

Und jetzt geht es Dir besser?

Ja ich fühle mich wie ausgewechselt, sehr gut! Das Schlimme ist ja auch, dass Frauen oft mit Psychopharmaka behandelt werden und keiner an die Wechseljahre denkt, wenn man in so ein Loch gerutscht ist.

Nimmst Du jetzt noch zusätzlich Vitamin D oder andere Nahrungsergänzungen wie Magnesium oder Calcium, was ja für in den Wechseljahren gut ist?
Im Moment gar nichts.

 „Ich bin froh, hier meine Geschichte erzählen zu können, sodass die jüngeren Frauen durch Information meinen Fehler nicht machen müssen.“

Deine jetzige Ärztin hat dann noch mal einen Hormonstatus gemacht und ist da jetzt wieder alles in Ordnung?
Nein, aber wir haben auch extra langsam gemacht, da es bei mir sonst kontraproduktiv ist mit den Hormonen. Sie gab mir erst mehr, aber das war zu viel für mich und ich habe mich gefühlt wie Popeye, sehr aufgedreht. Da haben wir die Hormone wieder runtergefahren.

Dein Problem war der Haarausfall, die trockene Haut, natürlich der Geruch und auch keine Lust mehr auf Sex und diese Niedergeschlagenheit…
Ja, und nicht das Gefühl zu haben Du bist eine Frau.

Wie meinst Du das?
Mhm, weil Du dich selber nicht mehr war nimmst, nehmen die andere dich auch nicht mehr war. Du bist so in Dich gekehrt.
Ich verstehe auch, dass viele Männer fremd gehen, weil wenn die Frauen in die Wechseljahre kommen, dann läuft nichts mehr, da gibt es keinen Sex mehr.
Bei mir kam das mit 50 und dann hast Du einen Mann, der ist vielleicht 52 oder jünger und Du willst auf einmal nicht mehr, wie soll das gut gehen?
Ich glaube, dass kann schon gut gehen, wenn wir darüber Bescheid wissen. Wenn wir Frauen wissen, was wir dann machen können oder was auf uns zukommt. Dann kann Frau gegensteuern. Wenn man informiert ist, geht man anders mit den Problemen, Symptomen der Wechseljahre um und kann sich auch schneller oder besser Hilfe holen. Nur wenn man es nicht weiß, macht man es nicht.

Was hat Dir geholfen als, Du noch in der schwierigen Phase Deiner Wechseljahre warst?
Als ich die Rimkus® Tablette noch nicht genommen habe, habe ich immer gedacht: „Du musst was ändern.“ Dann habe ich zu Hause oft umdekoriert und aufgeräumt. Und wenn ich das dann am nächsten Tag gesehen habe, habe ich gedacht: „Was hast Du denn da wieder gemacht, geht doch gar nicht!“ Und dann habe ich es zurückgeräumt. Irgendwie hatte ich damals das Empfinden für das Schöne nicht mehr. Ich meinte immer, ich muss jetzt was ändern.
Das einzige, was mir geholfen hat, war mein Garten, deswegen habe ich die Symptome so lange ausgehalten. Ich bin körperlich aktiv geworden, hab Sträucher geschnitten, neue Blumen gepflanzt. Ich musst mich irgendwie spüren und das ging für mich mit Gartenarbeit sehr gut. Und es hat mir auch geholfen, nicht zu sehr über meinen derzeitigen Zustand nachzudenken.

Was möchtest Du den jüngeren Frauen gerne noch sagen?
Ich wäre froh gewesen, wenn ich so jemanden wie Dich, „dieAlte“, gehabt hätte, eine Plattform, auf der man sich informieren kann. 
Ich bin froh, hier meine Geschichte erzählen zu können, sodass die jüngeren Frauen durch Information meinen Fehler nicht machen müssen. Ich würde mich freuen, wenn sie das hier lesen.

Barbara hat uns von ihren Erfahrungen erzählt, um anderen Frauen Mut zu machen und zu helfen. Wir danken ihr dafür und haben vor ihrer Offenheit großen Respekt. Und wir respektieren selbstverständlich auch, dass Barbara anonym bleiben und nicht im Foto gezeigt werden möchte. Die Bilder, die wir zu Barbara veröffentlicht haben, sind Symbolbilder.
Auch Deine Story können wir ganz anonym behandeln. Uns ist es am wichtigsten, dass wir über das Thema Wechseljahre sprechen und anderen davon berichten können.

Was ist die Rimkus®-Methode und wie wirkt sie?

Hormone sind wichtige Botenstoffe unseres Körpers. Sie regulieren unter anderem unser Wachstum, Stoffwechsel und unser Immunsystem. Zudem beeinflussen Sie unsere Stimmungslage, unser Empfinden und unser Handeln. Unser Hormonhaushalt ist dabei ein empfindliches System: Störungen dieses Gleichgewichts – wie in den Wechseljahren – kann unser Leben damit stark beeinflussen und mitunter muss ein außer Balance geratener Hormonhaushalt behandelt werden.

Bei der Rimkus®-Methode dreht sich alles um bioidentische Hormone, deren molekulare Struktur zu 100 Prozent den körpereigenen Hormonen entspricht.
Dr. Rimkus stellte bereits Anfang der 90er-Jahre fest, dass bei Frauen im Klimakterium die herkömmlichen Hormonersatztherapien mit synthetischen Hormonen nicht immer den erwünschten und versprochenen Erfolg erzielten. Es gelang dem Arzt, natürliche Hormone aus der wilden Yamswurzel herzustellen. Darüber hinaus ermittelte Dr. Rimkus eine Idealspanne, innerhalb der sich die einzelnen Hormonwerte befinden sollten. Geboren war die natürliche Hormonbehandlung in den Wechseljahren: die Rimkus®-Methode.

Bei der Therapie werden zunächst die Hormonspiegel im Blut gemessen und dann schwerpunktmässig individuell hergestellte Kapseln mit den naturidentischen Hormonen (Rimkus®Kapseln) auf ärztliches Rezept in speziell qualifizierten Apotheken angefertigt. Die Dosierung wird laufend überprüft (alle 3–6 Monate) und den Blutwerten entsprechend angepasst

Fotos:  Adobe Stock